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Sonntag, September 11, 2005

9/11 A Bigger Bang

Die Rolling Stones, auch als "Betreutes Wohnen auf der Bühne" bekannt, haben es tatsächlich noch einmal versucht. "A Bigger Bang" heißt das Ergebnis und ist (natürlich) wie zu erwarten ein ziemlich krachendes Spätwerk der alten Herren. Heute war ein passender Tag, beim Morgenspaziergang durch Bahrenfelds Wälder, in den größeren Bang reinzuhören. Herzerweichend ist Keef Riffhards erste von zwei Sangesdarbietungen, der Rest ist allemal besser als das letzte Werk vor 8 Jahren. Kein echter Ausfall, mit Ausnahme von "Sweet Neo Con". Das geht (natürlich) ebenso wenig wie "The Last DJ" von Tom Petty. Systemkritik überlassen wir doch bitte Billy Bragg. Ansonsten ist die "Bigger Bang" besser als es Frau Albers in der Netzeitung attestiert (btw. hat Keef gesagt, Mick habe Big Balls. Das hat nun wahrlich nichts mit altersschwacher Sexprotzerei zu tun. Und die White Stripes kommen natürlich kein Stück progressiver oder moderner daher. Ohne Bass hatten wir schon bei den Doors und streckenweise bei Led Zep. Und bisher habe ich noch in jedem WS Titel das Original von Led Zep wiederentdeckt. Allemal ebenbürtig rocken die Stones eh, da Herr Watts (oder seine ständige Vertretung Steve Jordan) im Gegensatz zu Frau White durchaus die Eins findet). Ganz so gut, wie von Herrn Heidkamp in der Zeit besprochen, ist die neue Stones Scheibe auch nicht, aber den Kern trifft's schon. Ich habe mich jedenfalls gut unterhalten gefühlt, beim morgendlichen Waldspaziergang.

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